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Bisher war ich in einem Denken verhaftet, das entweder die frühkindlichen Reflexe in ihrer Bedeutung für die körperliche Entwicklung betrachtete, oder aber die verschiedenen Dimensionen (vorn-hinten, rechts-links und oben-unten), wie sie insbesondere in der Edu-Kinestetik gegenüber gestellt werden.
Während eines Seminars wurde ich nun auf Zusammenhänge aufmerksam, die eigentlich offensichtlich sind, mir aber dennoch nie bewusst waren.

Der ATNR entspricht nach diesem Modell der Fähigkeit zur Überkreuzung der Mittellinie (rechts-links), der sensorischen Koordination sowie der Informationsverarbeitung für Lesen, Schreiben, Zuhören und Sprechen zusammen. Im Bild von Goddard geht es um die Auge-Hand-Koordination, unabhängige Bewegung der Körperhälften, Wahrnehmung, …

Beim STNR (oben-unten) geht es um Zentrierung und Ausrichtung, positive Energie, Stabilisierung und Entspannung, aber auch Ordnung und Reihenfolge, während Goddard eher von Integration von Ober- und Unterkörper (z.B. beim Schwimmen), Körperhaltung und Entwicklung der Sehfähigkeit spricht.

Der TLR schließlich hängt mit Lösen von Spannungen und dem Ermöglichen von Handeln zusammen. Goddard beschreibt dagegen von Beeinflussung der automatischen Haltungskontrolle und kompensatorischer Stabilität, die Bewegungen eher einschränkt.

Der Moro wird als Balance von innen und außen beschrieben. Kein Wunder also, wenn nach Goddard beim Erschrecken der Atem weg bleibt.

Also schon ein recht ähnlicher Kern, auch wenn der Blick aus unterschiedlichen Richtungen darauf fällt. Und für mich die erneute Gewissheit, dass man die Integraton der frühkindlichen Reflexe auch durch Kinesiologie unterstützen kann. Schließlich gehört die Edu-Kinestetik zu einer der ersten kinesiologischen Richtungen.

 

Dennison, P. & Dennison, G., 2010. Brain-Gym® – Das Handbuch. Kirchzarten bei Freiburg: VAK Verlags GmbH. (S. 24)

Goddard, S., 2004. Greifen und BeGreifen. Kirchzarten: VAK Verlags GmbH.

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