Schlagwörter

, , , , , , ,

Hin und wieder frage ich mich, welche Folgen eine Diagnose hat.
Was bedeutet das eigentlich, wenn sich plötzlich eine Schublade öffnet?

Sicherlich gibt es Fälle, bei denen die Diagnose einen wertvollen Meilenstein bildet. Sei es, dass nun endlich eine wirksame Therapie beginnen kann, es eine finanzielle Förderung gibt, oder man sich angekommen und verstanden fühlt.
Alles verständliche Ziele.

Aber was, wenn eine Diagnose, insbesondere eine, die eine Unverändlichkeit es Zustandes verheisst, gestellt wird, z.B. auch ADHS.

Geht man von dem Bild aus, dass die Symptome einer ADHS auf eine Entwicklungsverzögerung zurückzuführen sind und sich das Kind daher einfach nur verhält, als wäre es deutlich jünger, könnte die Diagnose verhindern, dass an eben dieser Entwicklungsverzögerung, evtl. einhergehenden Wahrnehmungsstörungen und allen anderen Komorbiditäten gearbeitet wird. Schließlich geht es um eine Störung des Hirnstoffwechsels. Dabei geht die Kinesiologie stets vom Dreieck der Gesundheit aus, das Biochemie, Biomechanik und Psyche eng verknüpft.

Und was ist, wenn ein Kind durch eine Diagnose stigmatisiert wird?
Wenn es in eine Sonderrolle gerät und nicht mehr gleichberechtigt teilnehmen kann?

Aus meiner Sicht ist daher stets zu überlegen, wie man mit einer Diagnose und folgenden Empfehlungen umgeht. Es ist nie zu spät, selbst zu recherchieren, ob genau das Bild des eigenen Kindes auch in ein anderes Raster passt, selbst die Verantwortung für mögliche Maßnahmen zu übernehmen und sich auch gegenüber Fachleuten intensiv einzubringen.

Ich wünsche allen viel Erfolg dabei.

 

Advertisements