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Totale Beugung des Körpers (Abrollbewegung). Trainiert das Gleichgewicht im Innenohr (Kopf heben). Eine mangelhafte Ausbildung von Augen- und Labyrinthstellreflex als Folge eines persistierenden TLR kann im gesamten weiteren Leben zu einer Beeinflussung der automatischen Haltungskontrolle führen. Dadurch muss das Kind zusätzlich Konzentration für eine kompensatorische Stabilität (Körperhaltung) aufbringen. In Folge kommt es zu Intelligenzverlusten im Schulalltag.

Der Abbau des TLR ist ein schleichender Prozess, der die Reifung anderer Systeme einbezieht. Er sollte mit 3,5 Jahren abgeschlossen sein. Ein Fortbestehen ist häufig mit folgenden Begleiterscheinungen verbunden:

  • Haltungsprobleme, insbesondere erhöhter oder verringerter Muskeltonus
  • Zehenspitzengang
  • Schlechter Gleichgewichtssinn
  • Probleme mit Orientierung und Raumverhältnissen
  • Visuomotorische Probleme, Augenstellreaktion
  • Probleme mit der visuellen Wahrnehmung
  • Probleme mit der auditiven Wahrnehmung, Raumlage-Wahrnehmung und Entfernungswahrnehmung
  • Wenig Lust zu sportlichen Aktivitäten
  • häufig Steiß- oder Querlage während der Schwangerschaft
  • Probleme mit der sensorischen Integration
  • Aufmerksamkeitsdefizite
  • Schusseligkeit
  • Orientierungsprobleme
  • Ordnungsfähigkeit, logische Reihen zusammenstellen (z. B. eine bestimmte Farbreihe einhalten)
  • Unorganisiertheit
  • Probleme im Matheunterricht
  • Höhenangst
  • Probleme mit der Grammatik, Aufsätze schreiben etc.

Diagnostische Hinweise: Gleichgewichtsprobleme, schlechte Haltung, schwacher Muskeltonus, Wahrnehmungsprobleme

 

Beigel, D., 2004. Flügel und Wurzeln. Dortmund: verlag modernes lernen Borgmann KG.

Goddard, S., 2004. Greifen und BeGreifen. Kirchzarten: VAK Verlags GmbH.

Weitere Literatur …

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