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Der ATNR wird durch Drehen des Kopfes zu einer Seite ausgelöst. Wenn der Kopf gedreht wird strecken sich Arme und Bein auf der gleichen Seite, während die Extremitäten der Gegenseite sich beugen. Der Reflex sollte im sechsten Lebensmonat im wachen Zustand integriert sein. Falls der ATNR darüber hinaus nachweisbar ist, kann folgendes beeinflusst werden:

  • Auge-Hand-Koordination – z.B. Koordination von Hand und Arm beim Schreiben
  • Beeinflussung des Körperbewusstseins, der Lateralität und des Richtungssinnes
  • Unabhängige Bewegung beider Körperhälften, wechselnde Händigkeit über das 8. Lebensjahr hinaus
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Fähigkeit, die Mittellinie zu überkreuzen, z.B. Beschreiben der linken Seite des Papiers bei Rechtshändern
  • Diskrepanz zwischen schriftlichem und mündlichem Ausdruck
  • Entwicklung der Visuomotorik und Augenfolgebewegungen (notwendig für Lesen und Schreiben)
  • Automatische Gleichgewichtskontrolle
  • Tollpatsch, Unbeholfenheit
  • Legasthenie
  • schlechte Schrift

Diagnostische Hinweise: Überprüfung der Augen- und Ohrendominanz, Überprüfung grobmotorischer Bausteine (Klettern, Springen, Krabbeln, Kriechen), Schreibhaltung

 

Beigel, D., 2004. Flügel und Wurzeln. Dortmund: verlag modernes lernen Borgmann KG.

Goddard, S., 2004. Greifen und BeGreifen. Kirchzarten: VAK Verlags GmbH.

Weitere Literatur …

 

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