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Mit dem Begriff kinesiologische Balance wird eine Vorgehensweise bezeichnet, die ausgehend von einer Zieldefinition und einer Aufnahme des aktuellen körperlichen und gefühlten Status eine oder mehrere förderliche Maßnahmen durchführt. Anschließend wird das Ergebnis z.B. über das Noticing mit dem vorherigen Status verglichen und die Veränderung ggf. durch zusätzliche Übungen unterstützt. Das Vorgehen innerhalb jeder kinesiologischen Balance erfolgt aufgrund ethischer Richtlinien, die immer den Klienten, seine Eigenverantwortung und seinen Eigenprozess in den Vordergrund stellen. Es geht also nicht darum, dem Klienten zu sagen, was aus Sicht des Begleitenden Kinesiologen und dessen Vorerfahrungen richtig ist, sondern darum, den Klienten behutsam dabei zu begleiten, zu eigenen Erkenntnissen zu gelangen, seinen eigenen Weg zu finden und zu Lernen (DGAK, o. D.).

Die Edu-Kinestetik orientiert sich am sogenannten 5-Schritte Lernmodell, durch welches ein festgefahrener Zustand in einen Zustand verändert werden soll, in dem Lernen wieder möglich ist. Danach soll das ursprüngliche, stressbehaftete Thema nicht mehr von emotionaler Bedeutung sein, oder es stehen neue Möglichkeiten der Herangehensweise offen (Dennison & Dennison, 2004, p. 19ff). Ähnliches Vorgehen wird auch in anderen kinesiologischen Richtungen verwendet.

Schritt Ziel Vorgehen
Vorbereitung Einstimmung auf die Balance sowie zwischen Klient und Begleitung Bestimmte einfache Tests und Übungen, die einen arbeitsbereiten Grundzustand herstellen
Ziel-
bestimmung
Besprechung des Balancezieles.

Was soll statt des aktuellen unerwünschten Zustandes sein?

In mehreren Durchläufen äußert der Klient sein Ziel und was er damit verbindet, bis der Muskeltest dies schließlich als positives, aktives, klares und motivierendes Ziel zeigt
Standort-
bestimmung
Erfassung der Reaktionen des Körpers und des Muskeltests auf das definierte Ziel Klient spricht das Ziel aus, denkt daran, führt ein kurzes Rollenspiel zum Thema aus und reflektiert seine Körperwahrnehmungen. Der Muskeltest schaltet in der Regel jeweils ab, da das Ziel noch stressbehaftet ist
Bewegungen (Maßnahme) Umwandlung der bisherigen Prägungen in einen neuen offenen Zustand Verwendung von Bewegungsübungen oder einer Auswahl aus vielen anderen Techniken
Überprüfung Wiederholung der Standortbestimmung Vergleich mit den Reaktionen aus Punkt 3). In der Regel hält der Muskeltest nun, das Rollenspiel wird lockerer und die Körperwahrnehmung hat sich verändert.

Ein Nachgespräch kann die Unterschiede zwischen vorher und nachher aufgreifen, und meist wird noch eine unterstützende Übung ausgewählt, die die Durchführung von Veränderungen im Alltag vertiefen soll. Selten werden kinesiologische Balancen ausschließlich nach einer Methode durchgeführt. Stattdessen gehen erfahrene Kinesiologen eher intuitiv vor und nutzen ihr volles Spektrum aus.

Im Ergebnis lernen die Klienten, mit einer neue inneren Einstellung auf Situationen zuzugehen und damit erfolgreich umzugehen.

 

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DGAK, o. D. Deutsche Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie. [Online] http://www.dgak.de/eip/media/ethische-grundlagen-der-dgak.pdf
[16 08 2015].

Dennison, P. & Dennison, G., 2004. BrainGym® – Teil 1. Kirchzarten bei Freiburg: VAK Verlags GmbH.

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